Privatkredit von Privatpersonen

Kaum jemand kommt heutzutage noch ohne die Aufnahme von Krediten aus. Es finden sich zahlreiche Situationen im Leben, wo das finanzielle Budget ausgereizt ist, bzw. wo Wünsche unaufschiebbar erscheinen.
Die meisten Kredite werden jedoch dann aufgenommen, wenn der Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden soll. In diesem Fall bekommt der Darlehensnehmer von der bezogenen Bank meist ein sogenanntes Annuitätendarlehen, welches eine lange Laufzeit hat und vielfach über 30 Jahre hinweg zurückgezahlt wird.
Weitere Kredite fallen unter die Kategorie Konsumkredite. Hiermit wird keine Immobilie finanziert, sondern eher der neue Flachbildschirm, die Waschmaschine oder aber das Auto. Und wieder andere Kredite werden zu unterschiedlichen Zwecken von Privatperson zu Privatperson ausgegeben. In diesem Fall wird das Kreditinstitut bzw. die Bank umgangen, was zahlreiche Vorteile aber auch Nachteile hat.

Kreditverträge unter Privatpersonen

Privatkredite von Privatpersonen sind grundsätzlich an keine Regeln gebunden und können daher unter den beiden bezogenen Parteien eigenmächtig ausgehandelt werden.
Die Vorteile von Privatkrediten unter Privatpersonen sind vielfältig. Wird der Kredit beispielsweise von Eltern an Kinder ausgezahlt, so verzichten Erstere meist auf den Aufschlag von Zinsen. In diesem Fall muss der Kreditnehmer nur die tatsächliche Kreditsumme zurückzahlen. Ein weiterer Vorteil ist der, dass Bonität vermeintlich keine Rolle spielt. Im Gegenteil: Wer nirgendwo noch Geld bekommt, weil er beispielsweise negative Schufa-Einträge hat, für den ist der Privatkredit von Privatpersonen oftmals die letzte Chance, die persönliche finanzielle Lage kurzfristig zu verbessern.

Vorsicht bei der Kreditvergabe an Privatpersonen

Die Vorteile für den Darlehensnehmer sind bei den Privatkrediten unter Privatpersonen jedoch vielfach die Nachteile für den Kreditgeber. Wurde der private Kredit beispielsweise deshalb ausgezahlt, weil der Schuldner aufgrund einer schlechten Bonität nirgendwo anders Geld bekommen hätte, so muss nun auch der private Kreditgeber damit rechnen, dass der Schuldner die zuvor vereinbarten Rückzahlungsraten nicht pünktlich oder eventuell sogar überhaupt nicht bedient.
Ein weiterer Nachteil macht sich unter Umständen in puncto Zinsausfall bemerkbar. Wer einen Privatkredit unter Privatpersonen ausgibt und hier auch auf die Zahlung von Zinsen verzichtet, der zahlt dafür. Denn würde das Geld auf dem eigenen Sparkonto verbleiben, so würde es einen Zinsertrag einbringen.

Kreditverträge unter Privatpersonen

Wer dem Kind oder dem Freund mit Geld aus einer schweren finanziellen Lage helfen will, der verzichtet häufig auch auf einen Vertrag. Mit fatalen Folgen! Denn wer nichts schriftlich hat, der geht bei Nichtzahlung am Ende möglicherweise leer aus – das Geld ist weg und kann auch nicht mehr eingeklagt werden.
Damit beim Privatkredit unter Privatpersonen nichts schiefgeht, sollte daher auch hier auf einen Vertrag nicht verzichtet werden. Je nach Höhe der auszuzahlenden Kredithöhe ist vielfach auch der Besuch bei einem Rechtsanwalt oder einem Notar angeraten. Notarielle Verträge bieten dem Kreditgeber Sicherheit, die sich langfristig auszahlt. Denn wer hat ihn noch nicht gehört, den Spruch: „Bei Geld hört die Freundschaft auf“?